Vogel des Jahres - Vogelschutz Eichen 1988 e.V.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Vogel des Jahres

Aktuelles
Der Star ist „Vogel des Jahres 2018“

Der Star ist mit einer Körperlänge von 19 bis 22 cm etwas kleiner als die Amsel. Der Schwanz ist im Vergleich zur Amsel deutlich kürzer. Die Flügel wirken im Flug dreieckig und spitz. Männliche Stare des nominotypischen Taxons wiegen im Mittel 81 g, Weibchen sind mit im Mittel 76 g etwas leichter. Im Schlichtkleid sind die Körperfedern schwärzlich mit metallisch grünem oder purpurnem Glanz und haben weiße bis beigefarbene Spitzen. Der ganze Körper erscheint dadurch hell gepunktet. Schwingen und Steuerfedern sind schwarzbraun mit hellbräunlichen Säumen, die Armschwingen sind außerdem breit metallisch glänzend gesäumt. Das Prachtkleid entsteht im Frühjahr durch Abnutzung der hellen Spitzenflecken des Körpergefieders, der Körper ist dann insgesamt schwärzlich und metallisch glänzend. Der Schnabel ist im Prachtkleid gelb, im Schlichtkleid schwärzlich. Die Beine sind rotbraun, die Iris der Augen ist dunkelbraun. Die Geschlechter unterscheiden sich nur geringfügig, Weibchen sind  etwas weniger intensiv metallisch glänzend gefärbt als Männchen und die  Punktzeichnung auf dem Körper bleibt bei Weibchen im Prachtkleid meist  deutlicher erhalten. Die Basis des Unterschnabels ist bei Männchen im  Prachtkleid blaugrau, bei Weibchen weißlich. Frisch ausgeflogenen Staren fehlt der Metallglanz, der Körper ist  erdbraun, nur die Kehle ist weißlich aufgehellt. Die Schwingen und  Steuerfedern sind dunkelbraun ohne Metallglanz. Der Schnabel ist  mattbraun, die Beine dunkelgraubraun.
Der Gesang wird ganzjährig meist von einer exponierten Warte  vorgetragen, während der Brutzeit meist in unmittelbarer Nähe zur  Bruthöhle. Intensiv singende Stare sträuben das Gefieder und flattern  mit den gespreizten Flügeln. Der Star ist für sein „Spotten“ berühmt,  also für seine Fähigkeit, Tierstimmen und Laute zu imitieren. Der  anhaltende, schwätzende Gesang besteht aus einer Vielzahl von  ansteigenden oder abfallenden Pfeiftönen, Schnalz-, Zisch- und  Rätschlauten sowie Imitationen von Vogel- und anderen Tierstimmen oder  technischen Geräuschen. Häufig werden zum Beispiel Rufe von Wachtel, Mäusebussard oder Kiebitz nachgeahmt, daneben auch Hundegebell, das Geräusch von Rasenmähern oder neuerdings auch Klingeltöne von Mobiltelefonen.  Die Warnrufe sind je nach Bedrohung unterschiedlich. Vor Flugfeinden  (Krähen, Greifvögeln usw.) wird mit einem schnell gereihten, scharfen,  sehr kurzen „spett, spett“ gewarnt, vor Bodenfeinden mit einem  wiederholten, langgezogenen „brrrrrrrt“ oder „tschrrr“.
Verbreitung

Der Star besiedelt die boreale und die gemäßigte Zone sowie den Nordrand der mediterranen Zone Europas und Asiens von Island und Norwegen bis Mittelsibirien etwa bis zum Baikalsee. Im Norden Europas liegt die Grenze der Verbreitung am Nordkap und auf der Kola-Halbinsel, weiter östlich am nördlichen Ural, sie weicht in Westsibirien bis auf etwa 60° Nord zurück. Die Südgrenze der Verbreitung verläuft in Europa durch Nord-Spanien, Süd-Frankreich, Italien, ehemaliges Jugoslawien und Nord-Griechenland; in Asien durch die Türkei, den Norden Iraks und Irans, Afghanistan, Pakistan und Nordwest-Indien bis in die nordwestliche Mongolei. Der Star wurde außerdem in Südwest-Afrika, Neuseeland, Australien und Nordamerika eingebürgert. Er besiedelt in Letzterem heute fast den gesamten Kontinent vom arktischen Kanada bis in das subtropische Mexiko. In Europa ist der Star flächendeckend verbreitet, er fehlt nur im  Inneren großer geschlossener Waldgebiete, in völlig ausgeräumten Agrarlandschaften  sowie in Höhenlagen ab etwa 1500 Meter. Auch Städte werden bis in die  Zentren besiedelt. Höchste Dichten werden in Bereichen mit höhlenreichen  Baumgruppen und benachbartem Grünland zur Nahrungssuche erreicht.

Vogelschutzgruppe Eichen 1988 e.V.
Im Wiesengrund 29
61130 Nidderauch Eichen
Kontakt
Telefon: 0152 / 54172091
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü